Übersäuerung: Warum Natron oft nicht die beste Lösung ist
Viele Menschen versuchen eine vermeintliche Übersäuerung mit Natron oder Basenpulvern zu bekämpfen. Sinnvoller ist es jedoch, die Ursachen anzugehen. Die grössten Hebel liegen in Ernährung und Lebensstil.
1. Mehr pflanzliche Lebensmittel essen
Der wichtigste Schritt ist eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten. Diese senken die ernährungsbedingte Säurelast und liefern Mineralstoffe, die den Säure-Basen-Haushalt unterstützen.
2. Die richtigen Eiweißquellen wählen
Eiweiß bleibt wichtig – besonders im Alter. Bevorzuge jedoch häufiger Hülsenfrüchte, Nüsse und pflanzliche Proteine statt grosse Mengen verarbeiteter Fleischprodukte.
3. Auf Mineralstoffe achten
Magnesium, Kalium und Calcium werden für die natürlichen Puffersysteme benötigt. Gute Quellen sind:
- Magnesium: Nüsse, Samen, Vollkorn, grünes Gemüse
- Kalium: Kartoffeln, Spinat, Avocado
- Calcium: Brokkoli, Grünkohl, Milchprodukte
4. Salz und stark verarbeitete Lebensmittel reduzieren
Ein hoher Natriumkonsum belastet die Nieren und kann den Mineralstoffhaushalt ungünstig beeinflussen. Weniger Fertigprodukte und Wurstwaren sind daher empfehlenswert.
5. Nieren und Stoffwechsel unterstützen
Regelmäßige Bewegung, ausreichend Atmung sowie eine gute Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker entlasten die Nieren – das wichtigste Organ für den Säure-Basen-Haushalt.
Wichtig: Natron kann bei gelegentlichem Sodbrennen hilfreich sein, eignet sich jedoch nicht als tägliche Routine zur „Entsäuerung“. Bei Nierenerkrankungen oder anderen gesundheitlichen Problemen sollten Ernährungsumstellungen und Nahrungsergänzungen ärztlich abgestimmt werden.
Zum Originalvideo: Besser als Natron - die TOP 3 Entsäuerungs-Methoden! (de / 17:22) - Dr. med. Ulrich Selz (YouTube)
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