Magnesium und Insulinresistenz: Was wirklich belegt ist
Magnesium ist weit mehr als nur ein Mittel gegen Muskelkrämpfe: Der Mineralstoff ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und unterstützt auch die Signalübertragung von Insulin.
Bei einer Insulinresistenz reagieren Körperzellen zunehmend schlechter auf Insulin. Mögliche Begleiterscheinungen sind Müdigkeit nach dem Essen, Heisshunger oder Schwierigkeiten beim Abnehmen – diese Beschwerden können jedoch viele andere Ursachen haben.
Beobachtungsstudien zeigen einen Zusammenhang zwischen einer hohen Magnesiumaufnahme und einer geringeren Wahrscheinlichkeit für Insulinresistenz beziehungsweise Diabetes. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass Magnesium allein davor schützt: Menschen mit magnesiumreicher Ernährung nehmen meist auch mehr Ballaststoffe zu sich und leben insgesamt gesünder.
Gute Quellen sind:
- Kürbiskerne, Mandeln und Cashews
- Linsen, Kichererbsen und Bohnen
- Haferflocken und dunkles Blattgemüse
- dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil
Ebenso wichtig sind Bewegung nach den Mahlzeiten, Krafttraining, guter Schlaf und eine ausgewogene Ernährung. Nahrungsergänzungsmittel sollten insbesondere bei Erkrankungen, Medikamenteneinnahme oder Nierenproblemen ärztlich abgeklärt werden. Ein normaler Magnesiumwert im Serum schliesst eine Unterversorgung nicht immer sicher aus; die passende Diagnostik gehört in fachkundige Hände.
Zum Originalvideo: 71% weniger Insulinresistenz mit nur 400 mg täglich! (de / 11:45) - Dr. med. Ulrich Selz (YouTube)
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