Warum historische Fotografien erstaunlich detailreich sind
Fotografien aus dem 19. Jahrhundert können eine erstaunliche Schärfe zeigen. Selbst Gesichter in grossen Gruppenaufnahmen sind teilweise noch beim starken Vergrössern erkennbar. Dahinter steckt eine Kombination aus Fotochemie, grossen Aufnahmeformaten und extrem feinen Silberstrukturen.
Das Bild besteht aus Silber
Bei historischen fotografischen Verfahren wird eine lichtempfindliche Schicht belichtet. Bei der Entwicklung entstehen darin winzige Partikel aus metallischem Silber, die zusammen das sichtbare Bild formen.
Diese Strukturen können ausgesprochen klein sein – teilweise in der Grössenordnung von etwa einem Mikrometer.
Grosses Format = viele Details
Besonders wichtig ist die Grösse der Aufnahmefläche:
- grosse Platten oder Negative speichern sehr feine Strukturen
- beim Vergrössern bleiben dadurch mehr Details erhalten
- Grossformat kann deshalb eine beeindruckende Bildqualität erreichen
Erstaunlich moderne Prinzipien
Auch Farbfotografie war früher möglich: Drei Schwarz-Weiss-Aufnahmen durch rote, grüne und blaue Filter konnten zu einem Farbbild kombiniert werden.
Das Grundprinzip ist bis heute vertraut: Auch moderne digitale Bilder setzen Farben aus Rot, Grün und Blau (RGB) zusammen.
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